Großer Kampf bleibt ohne Happy End: Vikings unterliegen DRHV mit 29:30

30. September 2017 | Kategorie: AllgemeinKategorie: News, Kategorie: Profis,
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(nif/Vikings-Redaktion) 29:30 (16:16) – nur hauchdünn unterlag Handball-Zweitligist HC Rhein Vikings am 7. Spieltag dem Tabellennachbarn Dessau-Roßlauer HV am Samstagabend vor 751 Zuschauern im Düsseldorfer Castello. „Diese Niederlage ist natürlich sehr bitter für uns. Ebenso wie die Tatsache, dass sich zu allem Überfluss auch noch Alexander Oelze (Foto: Wort & Lichtbild) verletzt hat“, erklärte Vikings-Trainer Ceven Klatt nach dem Schlusspfiff: „Sein Ausfall und auch der von Felix Handschke in der vergangenen Trainingswoche waren für uns heute nicht zu kompensieren. Aber insgesamt haben wir uns auch einfach zu viele Fehler erlaubt.“ 

Klatt hatte für die ohnehin verletzungsbedingt fehlenden Bennet Johnen und eben Handschke in Tobias Middell und Steffen Prior zwei Akteure aus der U23 in den Kader berufen. Diese sahen dann eine erste Spielhälfte, die aus Sicht der Gastgeber einer Achterbahnfahrt glich: Auf einen schnellen 0:2-Rückstand aufgrund von gleich drei Fehlwürfen folgte ein 3:0-Lauf zum 3:2 nach fünf Minuten. Angetrieben vom starken Alexander Oelze, dominierten die Vikings dann weiter bis zum 6:4 (9.). Nur zwei Minuten später sahen sich die Klatt-Schützlinge gegen die teils sehr offensiv deckenden Gäste dann aber plötzlich wieder einem 6:7-Rückstand gegenüber. Diesen konterten sie ihrerseits erneut über 8:7 bis hin zu einer 11:8-Führung (18.).

Noch bevor Gästetrainer Uwe Jungandreas im Anschluss eine Auszeit nahm, kam es zu einer Situation, die das Vikings-Offensivspiel in der Folgezeit merklich ausbremsen sollte: Oelze, der bis zu diesem Zeitpunkt alle seine fünf Wurfversuche im Dessauer Tor untergebracht hatte, verletzte sich bei seinem letzten Treffer an Knie und Knöchel und war bis zum Abpfiff verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt. Nun lief das gebundene Angriffsspiel der Hausherren etwas stockender, was die flinken Gäste schnell dazu nutzten, um bis zur 20. Minute auf 11:11 auszugleichen und nur eine Minute später gar wieder selbst in Führung zu gehen – 11:12 aus Sicht der Vikings. In der Folge wogte die Begegnung bis zum Pausenpfiff weiter hin und her und erst Dennis Aust gelang mit dem Pausenpfiff das Kunststück, einen Freiwurf am Dessauer Abwehrblock vorbei zum 16:16-Pausenstand zu verwandeln. Dabei stand die Vikings-Defensive in den ersten 30 Minuten insgesamt einmal mehr recht solide. Doch die Gäste nutzten die insgesamt 10 Fehlwürfe und 5 technischen Fehler immer wieder konsequent, um über Tempospiel zum Torerfolg zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell der direkten Tabellennachbarn weiterhin hart umkämpft und eng. In Abwesenheit des verletzten Oelze schwang sich nun Spielmacher Daniel Pankofer zum tonangebenden Mann in der Vikings-Offensive auf. Bis zum 26:26 in der 54. Minute wechselte die Führung stetig hin und her und keines der beiden Teams konnte sich auf mehr als einen Treffer absetzen. Dies gelang erst den Gästen mit einem Doppelschlag zum 28:26. Diesem liefen die nie aufsteckenden Vikings unter der lautstarken Anfeuerung des Anhangs bis zum 28:30 hinterher. Nach einem Ballgewinn über eine offene Manndeckung traf Dennis Aust dann rund eine halbe Minute vor Schluss zum 29:30 – nun war zumindest ein Remis wieder im Bereich des Möglichen. Als sich die Hausherren dann tatsächlich erneut den Ball sicherten, rückte ein später Punktgewinn unverhofft tatsächlich noch in greifbare Nähe. Doch Dennis Aust wurde beim anschließenden Gegenstoß von einem Gegenspieler ausgebremst. Und als ein Freiwurf von Pankofer mit dem Schlusspfiff im Abwehrblock der Gäste landete, war die zweite Heimniederlage der Vikings endgültig perfekt. „Es war eine vermeidbare Niederlage. Am Ende hat heute in ein, zwei Situationen leider etwas die nötige Cleverness gefehlt“, erklärte Ceven Klatt abschließend.

Am 6. Oktober tritt der HC Rhein Vikings bei Mitaufsteiger Eintracht Hagen an. Am Samstag, 14. Oktober, empfangen die Vikings dann zum nächsten Heimspiel den ASV Hamm um 19 Uhr im Castello.

Tickets gibt es unter www.rhein-vikings.de

Vikings gegen DRHV: Bozic (8 Paraden), Moldrup (30.-51., 4 Paraden) (Tor) – Hoße (5/1), Bahn (2), Thomas (1), Klasmann (4), Oelze (5), Pankofer (5/3), Weis , Gipperich (1), Bornemann (1), Aust (2), Artmann, Coric , Middell (n.e.), Prior (n.e.).

Siebenmeter: Vikings 3/5, DRHV 1/1

Zeitstrafen: Vikings 2, DRHV 3

Besonderes Vorkommnis: –

Spielverlauf aus Vikings-Sicht: 0:2, 3:2, 5:3, 6:4, 6:7, 8:7, 11:8, 11:12, 12:12, 13:13, 14:14, 15:14, 15:16, 16:16 – PAUSE – 17:16, 17:18, 18:18, 18:19, 20:19, 21:20, 22:21, 22:23, 24:23, 24:25, 25:26, 26:28, 27:28, 27:29, 28:29, 28:30, 29:30 – ENDE

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