Pankofer im Interview: "Ich freue mich, wieder dabei zu sein"

2. Februar 2018
Kategorien: News | Profis |
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(MS/LK/NW)/Vikings-Redaktion) Seit dem 20:18-Auswärtssieg im vergangenen Oktober in Hildesheim ist der Spielmacher des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings verletzt gewesen. Nun steht Daniel Pankofer (Foto: Wort & Lichtbild, 37 Jahre, 28/5 Tore) vor seinem Comeback. Für die Vikings-Redaktion stand er nun, also inmitten der Vorbereitung auf das neue Spieljahr, Rede und Antwort.

Hallo Daniel, wie geht es dir nach deiner Verletzung (Sehnenverletzung im Fuß, Anm. d. Red.)?
Daniel Pankofer: Ich befinde mich auf dem Weg der Besserung und ich steigere mich immer weiter in Richtung Spieltraining. Bis jetzt läuft alles wie geplant.

Wie laufen die Vorbereitungen auf das Konstanz-Spiel am 10. Februar und was erwartest du dir von dem Spiel ?
Pankofer: Wir haben noch nicht mit der expliziten Vorbereitung auf diese Partie angefangen, werden aber in der nächsten Woche damit beginnen. Bisher haben wir die allgemeinen Grundlagen für die Rückrunde gelegt – viele Lauf- und Athletik-Einheiten. Das Spiel gegen Konstanz ist gleich ein ganz wichtiges für uns, um gut in die Rückrunde zu starten. Ich erwarte ein gutes Spiel.
Wie sehr freust du dich, endlich mal wieder im Castello auflaufen zu können?
Pankofer: Ich freue mich sehr darauf. Es macht einfach keinen Spaß, von außen zu zuschauen, weil man der Mannschaft helfen will. Daher freue ich mich einfach, wieder dabei zu sein. Es ist allein schon ein schönes Gefühl, wieder bei den Trainingseinheiten mitmachen zu können. Das ist natürlich deutlich schöner, als für sich nur irgendwelche Übungen am Rand zu machen.
Wie fandest du die Leistungen deines Spielmacher-Vertreters Christian Hoße?
Pankofer: Ich finde, er hat die Aufgabe bislang super gelöst. Er hat das Spiel wirklich gut gelenkt und hat uns – also mir und auch Alexander Oelze – somit die Möglichkeit gegeben, unsere Verletzungen auszukurieren.
Hast du irgendwelche Rituale vor dem Spiel?
Pankofer: Ich würde wahrscheinlich lügen, wenn ich jetzt nein sagen würde. Ich esse meistens vor den Heimspielen das gleiche und sonst versuche ich einen möglichst positiven Tag zu haben, um mit einem guten Gefühl ins Spiel zu starten.
Warum spielst hier in der Region Neuss / Düsseldorf und nicht in deiner Heimat Nürnberg? 
Panhofer: Ich kam ja vor knapp zwei Jahren aus Lübeck und wollte mich verändern. Dann kam das Angebot aus Neuss. Nach einem Gespräch mit Ceven (Klatt, Trainer/Anm. d. Red.) und René (Witte, Teammanager/Anm. d. Red.) hat für mich alles gepasst, was ich wollte. Im Anschluss war es nicht mehr schwierig, sich für diese Region und dieses Projekt zu entscheidend, denn Düsseldorf ist eine tolle Gegend für Arbeitnehmer. Deswegen kann man hier alles gut verbinden.
Wie bist du eigentlich zum Handball gekommen? 
Pankofer: Damals hat mich mein bester Freund mit zum Handball genommen. Ich habe zu der Zeit als kleiner Junge noch Fußball und Tennis gespielt, dann bin ich aber beim Handball geblieben.
Du kommst aus Nürnberg – welcher Verein ist dir lieber: der FC Bayern oder der 1. FC Nürnberg? 
Pankofer: Ich bin kein Fußballfan und deswegen ist es mir eigentlich egal. Die spielen ja auch nicht in derselben Liga und kommen sich so auch nicht in die Quere.
Du bist ja mittlerweile schon etwas länger in der Mannschaft, hast du einen Spitznamen? 
Pankofer: Bennet (Johnen, Anm. d. Red.) nennt mich Pankie, aber ich weiß nicht, ob das so viele andere Leute machen. Da bin ich aber auch nicht traurig drüber. (lacht)
Themenwechsel aus gegebenem Anlass: Der Super Bowl steht jetzt wieder an und du hast angegeben, dass Tom Brady dein Vorbild ist. Warum? 
Pankofer: Hab ich das? ( lacht ) Er ist ein überragender Passgeber. Man kann sagen, was man will, aber man gewinnt nicht einfach so fünf Super Bowls, wenn man nicht Topleistungen bringt. Gut gefällt mir an ihm diese Underdog-Nummer, da er ja erst etwa an Position 200 gedraftet (ausgewählt, Anm. d. Red.) wurde. Niemand hat damals viel von ihm gehalten und dann so eine Karriere hinzulegen – das ist unglaublich faszinierend.

Was erwartest du von der bald anstehenden Rückrunde?
Pankofer: Dass wir hoffentlich endlich mal alle gesund bleiben und dass wir so regelmäßig in der besten Konstellation spielen können. Dazu wäre es natürlich schön, wenn wir noch mehr Punkte sammeln könnten als in der Hinrunde. Und: Wenn wir das Castello noch voller bekommen würden, wäre das eine schöne Sache. Da machen Heimsiege noch mehr Spaß.
Wie sieht deine Planung nach der Karriere aus?
Pankofer: Ich mache derzeit meinen Doktor in Wirtschaftswissenschaften, und dann wird’s auch in der Richtung weitergehen. Entweder arbeite ich an der Universität als Professor oder als Unternehmensberater, was ein kleiner Traum von mir ist. Wahrscheinlich führt mich der Weg aber eher in die Unternehmensberatung.
Lieber Daniel, danke für das Gespräch und dafür, dass du dir Zeit genommen hast. Viel Erfolg in der Rückrunde!
Das Interview führten Moritz Steinkirchner, Lars Kruse und Nils Wüst – Praktikanten der Rhein Vikings GmbH

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