21:24 – Dezimierte Vikings verlieren Abwehrschlacht gegen Elbflorenz

3. März 2018
Kategorien: News | Profis |
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(nif/Vikings-Redaktion) „Ich kann der Mannschaft heute keinen großen Vorwurf machen. Man hat gemerkt, dass wir zur Zeit Verletzungsprobleme haben und uns unter anderem in Miladin Kozlina und Heider Thomas der komplette defensive Innenblock gefehlt hat. So hat unsere 6:0-Abwehr auch vor allem zu Beginn nicht funktioniert“, erklärte Trainer Ceven Klatt nach der 21:24 (10:11)-Heimniederlage seines HC Rhein Vikings am Samstagabend gegen Mitaufsteiger HC Elbflorenz.

Die Gastgeber, die am 25. Spieltag verletzungsbedingt nicht nur auf die erwähnten Kozlina und Thomas, sondern auch auf Brian Gipperich und Christian Hoße verzichten mussten, erwischten vor 682 Zuschauern im Castello gegen den Gast aus Dresden keinen guten Start: Bis zur 5. Minute stand es zwar 2:2, doch dann mussten die Klatt-Schützlinge nach einigen Fehlern in der Offensive, die schnelle Gegentore nach sich zogen, bis zur 9. Minute einen 0:4-Lauf zum 2:6 hinnehmen. Nachdem Niklas Weis eine Minute später das 3:6 erzielt hatte, verlief die Begegnung bis zum 5:9 (14.) ausgeglichen. Dann nahm Klatt eine Auszeit.

Fortan versuchten es die Vikings statt der gewohnten 6:0-Defensive mit einer 5:1-Variante, bei der Linksaußen Felix Handschke vorgezogen agierte. „So haben wir endlich mehr Zugriff auf das Angriffsspiel von Elbflorenz bekommen“, sagte Klatt. Über die nun besser funktionierende Abwehr kämpften sich die Hausherren bis zur 19. Minute wieder auf 7:9 heran – was wiederum ein Timeout der Gäste zur Folge hatte. Doch davon ließen sich die Vikings nicht beirren. Und Daniel Pankofer war es schließlich, der in der 22. Minute die 4:0-Serie seines Teams perfekt machte und den 9:9-Ausgleich besorgte. Doch nun geriet der Offensivmotor der Gastgeber, die allein im ersten Abschnitt acht Mal an Gästekeeper Hendrik Halfmann scheiterten, plötzlich wieder ins Stottern. Dies nutzten die Gäste, die zuvor neun Minuten ohne Torerfolg geblieben waren, um in den folgenden sechs Spielminuten einen Doppelschlag zum 11:9 zu landen. Erst Alexander Oelze (Foto: Wort & Lichtbild) brachte die Vikings per Strafwurf in der 28. Minute wieder auf 10:11 heran. So hieß es dann auch zum Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel legte Elbflorenz zunächst auf 12:10 vor, woraufhin Pankofer mit zwei verwandelten Siebenmeter in Folge in der 35. Minute den erneuten Ausgleich besorgte – 12:12. Doch anstatt nun eine der durchaus vorhandenen Möglichkeiten dazu zu nutzen, erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung zu gehen, produzierten die Vikings erneut einige Fehler. Diese Einladung nahmen die Gäste, die seit der 32. Minute weitere acht Minuten ohne eigenes Tor geblieben waren, dankend an und erzielten in der 40. Minute nach einem Ballverlust per Gegenstoß gegen den einmal mehr guten Vladimir Bozic im Vikings-Tor das 13:12.
Fortan blieb die vom Kampf und den Abwehrreihen beider Teams geprägte Partie eng: Elbflorenz legte einen Treffer vor, die Vikings glichen aus. So stand es nach der 48. Minute 16:16, bevor die Gäste nur zwei Minuten später erneut mit zwei Treffern in Führung gehen konnten – 18:16. „Wir haben es nicht geschafft, selbst noch einmal in Führung zu gehen. Das war sicher ein weiterer Knackpunkt heute“, erklärte Klatt, der wiederum zwei Minuten später bei einem 17:19-Rückstand die zweite Auszeit nahm. Doch diese sollte keine Besserung bringen, ganz im Gegenteil: Der Tabellenfünfzehnte aus Dresden legte dreieinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff zum 21:18 nach. Erneut reagierte der Vikings-Coach und legte zum dritten Mal in der Partie die Grüne Karte. Im Anschluss verkürzte Alexander Oelze zwar noch einmal zum 19:21, doch nach einer Zeitstrafe für die Hausherren im direkten Gegenzug, die rund zwei Minuten vor Schluss auch noch das 19:22 für Elbflorenz nach sich zog, war letztlich die Entscheidung.

„Natürlich ist die Niederlage bitter für uns, weil zwei Punkte sicher möglich gewesen wären. Die Jungs haben gekämpft, aber die aktuellen Ausfälle sind für uns nicht zu kompensieren. Am Ende muss man Elbflorenz zu dem Erfolg gratulieren“, sagte Vikings-Geschäftsführer René Witte. „Heute haben uns zum Schluss auch die personellen Alternativen gefehlt und die Jungs sind etwas auf dem Zahnfleisch gegangen. Wir hoffen, dass wir am kommenden Spieltag wieder zwei, drei Spieler mehr im Kader haben“, blickte Klatt abschließend auf die kommende Auswärtsaufgabe seiner Schützlinge beim Dessau-Roßlauer HV voraus.

Am Sonntag, 11. März, 17 Uhr, treten die Vikings beim Dessau-Roßlauer HV an. Am Samstag, 17. März, empfangen die Vikings dann zum nächsten Heimspiel Eintracht Hagen um 19 Uhr im Castello.

Tickets gibt es unter www.rhein-vikings.de

Vikings: Bozic (1. – 60. – 12 Paraden), Moldrup (n.e.) (Tor) – Handschke, Bahn, Thomas, Klasmann (3), Oelze (6/1), Pankofer (8/3), Weis (2), Aust (1), Artmann, Coric, Johnen (1).

Nicht im Kader: Gipperich, Kozlina, Hoße (alle verletzt)

Siebenmeter: Vikings 3/3, Elbflorenz 1/1

Zeitstrafen: Vikings 4, Elbflorenz 3

Besonderes Vorkommnis: –

Spielverlauf aus Vikings-Sicht: 1:0, 1:2, 2:2, 2:6, 3:6, 4:7, 5:8, 5:9, 9:9, 9:11, 10:11 – PAUSE – 10:12, 12:12, 12:13, 13:14, 14:15, 15:16, 16:16, 16:18, 17:19, 18:19, 18:21, 19:21, 20:22, 21:23, 21:24 – ENDE